MILO,

ICH HAB MICH IN DIE SAHARA GEBEAMT

- Ein performatives Einfühllabor zum Klimawandel -

Zu einer Zeit, in der Präsidenten den anthropogenen Klimawandel leugnen und Städte wie Hildesheim von Hochwassern bedroht werden, ist für uns das Thema Klima allgegenwärtig. Abseits von Worst Case Szenarien wie dem einsamen Eisbären auf seiner Eisscholle oder Satellitenbildern von katastrophalen Hurrikans, abseits von Gradzahlen und Temperaturgraphen aber auch abseits von errechneten zukünftigen Meeresspiegelhöhen haben wir mit Milo, ich hab mich in die Sahara gebeamt unseren eigenen Zugang gefunden.
Die Performance ist ein theatrales Einfühllabor, das Klimaphänomene wahrnehmbar macht. Mit einem eigenen Soundtrack und Naturmaterialien als Protagonist*innen gehen wir auf die Reise durch Atmosphären und durch stetig wechselnde Perspektiven auf das Klima und seinen Wandel.

Der Klimawandel ist eines der wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts. Er erhält nicht nur Aufmerksamkeit in der Politik, auch aus unserem Alltag ist er nicht wegzudenken: Mein Einkauf, mein Stromanbieter, ja sogar meine Zugfahrt kann klimaneutral sein. Manchmal wirkt der Klimawandel unabkehrbar, manchmal wirkt es so, als würde sein Stattfinden von meinem Nutzer*innenverhalten abhängen. Er ist eines der am wenigsten abschätzbaren Phänomene unserer Gegenwart. Warum eigentlich? Neben lauten Klimawandelleugner*innen und engagierten Umweltschützer*innen kennzeichnet ihn vor allem eins: Ein Wahrnehmungsproblem.

„Diese Umweltproblematik wird normalerweise naturwissenschaftlich behandelt. Da geht es um Grenzwerte, da geht es um Schadstoffe in den Lebensmedien Wasser, Luft und Erde. Die Frage wird physikalisch-chemisch gestellt. Aber man kann und man muß sie auch ästhetisch stellen, denn die Frage, wie wir in der Umwelt leben, ist letztlich entscheidend, wie wir uns befinden, wie wir uns fühlen, also wie wir unsere Umwelt sinnlich erfahren.“  (Gernot Böhme)

Mit Milo, ich hab mich in die Sahara gebeamt stellen uns der Herausforderung, den Klimawandel auf einer Theaterbühne fühlbar und wahrnehmbar zu machen.  Dafür lassen wir das Bild einer Zukunft entstehen, in der die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels zu sehen, zu hören und zu riechen sind. Dafür haben wir eine Sprache hervorgebracht, in der jede Bewegung und jedes Geräusch bedeutungstragend ist und einen theatralen Raum kreiert, in dem der Klimawandel und seine Auswirkungen zu einem ästhetischen, durch Sinnesqualitäten wahrnehmbaren Phänomen wird.

PRODUKTION edgarundallan (Sira Möller, Jonas Sausmikat, Lydia van Odijk, Mine Wenzel, Winnie Wilka)

PERFORMANCE Sira Möller, Jonas Sausmikat

MUSIK &Claudia (Mine Wenzel)

TECHNIK Winnie Wilka, Lydia van Odijk

AUSZEICHNUNGEN

Die Inszenierung wurde mit dem Preis der Bürgerstiftung Hildesheim und dem Jury-Preis des ARENA Festivals ausgezeichnet.
Ein Kurzfilm zur Inszenierung gewann den 1. Preis beim Wettbewerb Klimasichten.

PREMIERE 09.05.18

SPIELTERMINE 10.-11.05.18 Theaterhaus Hildesheim,

11.-13.12.18 Kufa Hildesheim,

21.06.19 Experimentiertheater Erlangen (Arena Festival),

21.09.19 Thealozzi Bochum (Fritz Wortelmann Preis)

IN KOOPERATION MIT

FÖRDERER*INNEN

© 2019 by edgarundallan

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