OVERKILL.
Wie man ein Urteil performt.

Wie laufen unsere alltäglichen Urteile ab? Wer oder was beeinflusst sie? Im Fokus steht der Akt des Richtens bzw. (Be)Urteilens. Wer sind dabei die Protagonist*innen? Wer repräsentiert wen? Overkill. Wie man ein Urteil performt. – forscht nach dem Potenzial der Gerichtsbarkeit vom Gericht über mediale Repräsentationen hinein in den theatralen Prozess, denn auch hier wird gerichtet – künstlerisch, kreativ, kurativ. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, ob das Urteilen innerhalb einer theatralen Atmosphäre erfahrbar gemacht werden kann und welche Körperlichkeiten dafür (re)produziert werden müssen.

Das Theaterkollektiv edgarundallan befasst sich mit diesen Denkstrukturen: richtig und falsch, schön und hässlich, klug und dumm. Sie wollen künstlerisch untersuchen, wo Richtbarkeit schützenswert und wo sie eine zerstörerische Art zu denken ist.

Was ist Flausen+?

Das vom theater wrede + initiierte Programm “flausen – young artists in residence” gibt professionellen darstellenden Künstler*innen die Möglichkeit, durch eine Forschungsresidenz frei von Aufführungs- und Ergebniszwängen an ein Thema oder eine Form erforschen und erproben zu können. Dafür vergibt das Programm pro Jahr mehrere Arbeitsstipendien an professionelle Künstler*innen. Den Kernpunkt der Auswahl bilden die vorgebrachten Ideen/Themen der Künstler*innen, die Herausforderungen und Wagnisse in Form und Inhalt darstellen.

Wo haben wir während unseres Flausen Stpendiums gearbeitet?

Wir haben im März und April 2019 in der Theaterwerkstatt Pilkentafel gearbeitet. Die Pilkentafel ist ein Freies, professionelles Theater mit eigener Spielstätte in Flensburg.  

Was genau haben wir erforscht?

Jede Woche haben wir Logbücher erstellt, die über unsere wöchentlichen Zwischenstände berichten:

 

1. Logbuch

“Wir notieren zum Beginn DOPPELPUNKT Zeitplan KOMMA Recherche KOMMA Methodensammlung KOMMA Parkplatz auf Packpapier PUNKT

Fragestellung DOPPELPUNKT Wie wollen wir mit Bewegung auf der Bühne arbeiten FRAGEZEICHEN Wir wollen partizipative Bewegungen organisch generieren können PUNKT" (weiterlesen)

2. Logbuch

“Wir notieren zum Ende der Woche zwei DOPPELPUNKT Gerichtsbesuch KOMMA Bewegungssammlung KOMMA Dekonstruktion versus Reproduktion KOMMA Schlagabtausch mit Bällen PUNKT

Wir waren wieder im Gericht PUNKT" (weiterlesen)

3. Logbuch

„Wir haben uns von Satzzeichen verabschiedet Wir notieren zum Ende der Woche drei Wahrnehmung Bewegung Szenographie Sound Wahrnehmung Am Anfang war die Wahrnehmung Wir haben wieder einiges wahrgenommen im Gericht mit unseren Sinnen und wollen diese Wahrnehmung vermitteln" (weiterlesen)

4. Logbuch

„Wir schreiben unser letztes Logbuch, jetzt mit Interpunktion: In den letzten vier Wochen sind drei szenische Versuche entstanden, um unseren Forschungsfragen gemeinsam mit dem Publikum auf den Grund zu gehen. In einem partizipativen Format fragen wir uns, wie kann man das Publikum bewegen, sowohl emotional als auch physisch und ihnen damit einen Gerichts-Erfahrungsraum im Theaterraum ermöglichen. Der Klärung der Fragen haben wir uns mit drei Zugängen genähert." (weiterlesen)

TEAM edgarundallan Sira Möller, Jonas Sausmikat, Mine Wenzel, Winnie Wilka, mit Unterstützung von Anna Döge

MENTOR Veit Sprenger

DRAMATURGISCHE BERATUNG Elisabeth Bohde

RESIDENZZEITRAUM 25.03.2019 - 24.04.2019

MAKING OFF 23.04.2019

RESIENZORT Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

IN KOOPERATION MIT

FÖRDERER*INNEN

© 2019 by edgarundallan

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