edgarundallan entwickelt seit 2015 Theaterproduktionen und Performances. Das Theaterkollektiv gründete sich 2015 während des Studiums der Kulturwissenschaften und ästhetischen Kommunikation an der Universität Hildesheim und arbeitet seitdem als freischaffendes Theaterkollektiv.
Der sinnliche Zugang zu spezifischen Themen bestimmt unseren theatralen Ansatz. Wir suchen so nach Wegen, Theater stärker als wahrnehmungsbasierte, als soziale und atmosphärische Erfahrung zu gestalten und explizit neben Mitteln wie Sprache, Körper und Musik auch den Raum als ästhetische Komponente mit einzubeziehen. Diese Herangehensweise verbinden wir mit gesellschaftlich relevanten Themen wie dem Klimawandel, Pflege etc.

Was bisher geschah...

2016

Im April 2016 war edgarundallan eine von vier Gruppen beim Schredder-Festival im Theaterhaus Hildesheim und zeigte dort den Family Synthesizer. Hierbei wurde das Format der Dating-Show für die Kreation einer Familie genutzt und auf die Bedürfnisse einer Theaterbühne angepasst, um live vor Ort eine neue Familie zu gründen.

Im Mai 2016 produzierte das Kollektiv im Rahmen einer universitären Residenz an der Schwankhalle Bremen eine neu erarbeitete Version des Synthesizer-Formats, den Staging Synthesizer. Der Entertainment-Charakter des Formates wurde dabei verwendet um eine experimentelle, weil theatrale, Diskussion entstehen zu lassen.

Im Dezember 2016 erarbeitete edgarundallan die Produktion mit dem Titel Schlachtspiele. Dabei standen die Massentierhaltung und deren Auswirkungen auf städteplanerische Konzepte im Mittelpunkt. Dafür wurde versucht den Bühnen- und Zuschauerraum zu dekonstruieren, indem danach gestrebt wurde, eine Aktivierung aller fünf Sinne auch beim Publikum zu erzeugen.

2017

Im März 2017 realisierte das Kollektiv im Rahmen des deBühne Förderprogramms (Theaterhaus Hildesheim) die Produktion Herzschrittmacher♥innen. Die Produktion verbindet Leben mit Unsterblichkeit und charakterisiert sich durch eine weitgehende Verschiebung des Bühnen- und Zuschauerraums, indem z.B. die sonst so gewohnten Stühle für das Publikum durch Rollstühle und Pflegebetten ausgetauscht wurden und sich mitten im bespielten Raum wiederfanden.

Im Juli 2017 realisierte edgarundallan im Rahmen des Festivals Die Blaue Zone am Pavillon Hannover eine theatrale Bustour namens Szenomobil Hannover+, die das menschliche mit dem städtischen Altern verbindet.

2018 - 2019

Im Mai 2018 feierte das Stück Milo, ich hab mich in die Sahara gebeamt Premiere. Im Juni 2019 hatte die darauf basierende englischsprachige Weiterentwicklung namens Beaming Sahara in Erlangen Premiere. Beide Produktionen rücken als theatrales Einfühllabor über den Klimawandel abstrakte Prozesse in eine ästhetisch vermittelte, wahrnehmbare Nähe. 2019 wurde die Produktion auf diversen Festivals, wie dem ARENA Festival in Erlangen, dem UNITHEA Festival in Słubice (PL) oder im Rahmen des FRITZ WORTELMANN PREISES in Bochum gezeigt. Milo, ich hab mich in die Sahara gebeamt wurde mit dem Jury-Preis des ARENA Festivals und dem ersten Preis der Bürgerstiftung Hildesheim ausgezeichnet. Eine dreiminütige Dokumentation über den ästhetischen Ansatz der Produktion erhielt 2018 den ersten Preis beim Wettbewerb KlimaSichten des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern.

Im März und April 2019 forschte das Kollektiv im Rahmen einer Flausen+ Residenz an der Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg an der Erfahrbarkeit und der Performativität des Urteilens.

Im September 2019 eröffnete das Kollektiv seine erste installative Arbeit namens Milo, ich hab mich in die Arktis gebeamt. Die Installation, die im Literaturhaus St. Jakobi steht, macht arktische Klimawandelphänomene im Galerieraum sinnlich wahrnehmbar, denn vor den Augen und durch die Hände der Besucher*innen verflüssigt sich ein Quader aus Eis.

2020

Im Januar 2020 wird eine neue Produktion folgen. Die Premiere wird am 23.01.2019 im Theaterhaus Hildesheim stattfinden.

Marie Winnie Wilka

(*1990 in Kassel) studierte zunächst Germanistik und Philosophie an der Phillips Universität Marburg und an der Adam Mickiewicz Universität in Poznań (Polen), dann studierte sie den Master Inszenierung der Künste und Medien mit Schwerpunktfach Theater in Hildesheim. Sie arbeitete als Assistentin für freie Theaterkollektive (FlinnWorks 2011-2017 u.a.) und hospitierte an staatlichen Theaterhäusern (Thalia Theater Hamburg 2011/12, Kasseler Staatstheater 2012). 2015 war sie Mitbegründerin von edgarundallan. Seit 2017 arbeitet sie regelmäßig auch als freie Theatertechnikerin, u.a. für das Schredder und transeuropa Festival. Nebenher ist sie als Moderatorin des Abendmagazins von Radio Tonkuhle tätig. Ab und zu hält sie Lesungen auf deutsch und englisch z.B. für die Beckett Gesellschaft Kassel. Sie lebt mit ihrer Familie in Hildesheim.

Künstlerische Leitung und Produktionsleitung

Sira Möller

(*1991 in Erfurt) studierte in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaft und in Hildesheim Inszenierung der Künste und der Medien, wobei sie sich auf den Forschungsschwerpunkt der theatralen Inszenierungsstrategien des anthropogenen Klimawandels konzentrierte. Neben diversen Regie- und Dramaturgiehospitanzen und -Assistenzen beispielsweise am Wiener Werk X oder dem Burgtheater, erarbeitete sie seit 2012 auch eigene Projekte (z.B. Hauptmanns Einsame Menschen im Philosophicum Mainz). Mit Unterstützung des Goethe Instituts in Dakar realisierte sie 2015 in Zusammenarbeit mit senegalesischen Schüler*Innen eine Theaterproduktion zum Thema Freiheit. Seit 2015 lebt und arbeitet sie in Hildesheim und ist festes Mitglied des Theaterkollektivs edgarundallan. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Nachhaltigkeitsbüro der Universität Hildesheim. In dieser Arbeit liegt ihr Fokus auf nachhaltigem Veranstaltungsmanagement und der Förderung von (studentischem) Engagement.

Künstlerische Leitung und PR

Jonas Sausmikat

(*1993 in Berlin) studierte im Bachelor Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, sein Schwerpunkt lag bei Theater und Medien. Zuvor absolvierte er mehrere Hospitanzen am Theater Bonn. Im Rahmen seines Studiums arbeitete er unter anderem an verschiedenen Projekten mit, die Räume auf ihre theatrale Qualität hin untersuchten oder Alltagsräume durch mediale Interventionen transformierten. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Text im Theater. Das Szenomobil Hannover+ war seine erste Zusammenarbeit mit edgarundallan und seit Anfang des Jahres 2018 ist er festes Kollektivmitglied.

Künstlerische Leitung, Texter & Autor

Mine Wenzel

(*1993 in Altenburg) studierte an der Universität Hildesheim Szenische Künste. Sie* ist Musikerin*, DJ*, Produzentin* und Aktivistin* und tritt als solche unter dem Namen &Claudia in Hildesheim, Berlin und Hannover auf. In diesem Zuge ist &Claudia auch (Mit-)Initiatorin* diverser Veranstaltungs- und Vermittlungsformate im Überschneidungsfeld zeitgenössischer Musik- und Clubkultur. So arbeitete sie* seit 2014 im Veranstalter*innenkollektiv Les Parties Modèstes mit. 2016 initiierte sie* die Reihe HeaD//ON in der Werkhütte Hildesheim, auf der Suche nach ungewohnten Allianzen verschiedener elektronischer Musikgattungen. Anfang 2018 begründete sie* die Event- und Vermittlungsreihe Pinknoise in der Kulturfabrik Löseke, die möglichst diversen Künstler*innen elektronischer Live-Musik aller Genres eine Bühne bietet. Im September 2018 war sie* auf der Global Composition Conference des World Forum for Acoustic Ecology vertreten. &Claudia ist Mitglied des internationalen Künstler*innen Netzwerks femele:pressure und des Antifaschistischen Netzwerks Hildesheim. Sie* engagiert sich für die Sichtbarmachung und Emanzipation queerer Akteur*innen u.a. als ehrenamtliche Mitarbeiterin* bei SCHLAU Hildesheim. Seit 2016 produziert Mine Wenzel auch Musik für die Theaterbühne. Die erste Kooperation mit edgarundallan war Schlachtspiele, seitdem ist sie* fester Bestandteil des Kollektivs.


Musikalische Leitung und Veranstaltungstechnikerin*

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Wer von euch ist eigentlich Edgar und wer ist Allan?

Video des Festivals State of the Art 8 | 2016 | Künstler*innen stellen sich vor

© 2019 by edgarundallan

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