MILO,

ICH HAB MICH IN DIE arktis GEBEAMT

- Eine interaktive installation zum Klimawandel -

Milo, ich hab mich in die Arktis gebeamt hat ein einziges Naturmaterial als Protagonisten: Einen Quader aus Eis.
Die Installation macht arktische Klimawandelphänomene im Galerieraum sinnlich wahrnehmbar, denn vor den Augen und durch die Hände der Besucher*innen verflüssigt sich ein Quader aus Eis.

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Was genau ist zu beobachten?

Zu sehen ist ein beinah transparenter Quader aus Eis, mit messerscharfen Kanten, hunderten von winzig kleinen Äderchen und einem leuchtend hellem Kern. Er steht auf einer weißen Stele, direkt unter einem Scheinwerfer mit einer Kraft von 500 Watt, von dem ein Hitzeflimmern ausgeht. Mit dem Scheinwerfer ist ein Handdimmer verbunden, von dem aus die Besucher*innen selbst einstellen können, in welcher Intensität der Scheinwerfer auf das Eis einwirkt. Die Wärme des Scheinwerfers und die Kälte des Eisblocks stehen in ihren Gegensätzen zueinander und sind haptisch spürbar.
Die Besucher*innen können sich innerhalb der Installation einem stilisierten Naturmaterial nähern, welches sonst selten einen solch ausgestellten Fokus erhält und es mit allen Sinnen wahrnehmen. Mit den Fingern kann z.B. ein strahlendes Kribbeln erfühlt werden, wenn der Quader beinahe berührt wird. Und wenn er berührt wird, können sich die Besucher*innen darüber bewusst werden, dass auch die Wärme ihrer Hände gefährlich für den Eisblock sein kann. Aber solange er noch in strotzender Kälte vor den Besucher*innen steht, kann die glatte Struktur erspürt werden. Die Finger können sich an den schmelzenden Oberflächen und den immer weicher werdenden Kanten entlang tasten. Bis die glatte Oberfläche von der Hitze des Scheinwerfers aufgebrochen und rauh wird. Manche Besucher*innen ziehen auch Furchen mit ihren Fingernägeln in den Quader, um sich die Struktur des Eises einzuprägen.
Das Setting wird eingebettet in eine Klanglandschaft, die von den gegenwärtigen Zuständen in der Arktis berichtet: Neben starken Eiswinden wird dabei auch ein ständiges elektronisches Tropfen hörbar. Ergänzt wird diese Soundscape vom tatsächlichen Tropfen des schmelzenden Eisblocks der Installation im Galerieraum. 

INSTALLATION Sira Möller, Jonas Sausmikat, Winnie Wilka

SOUND &Claudia

 

MILO, ICH HAB MICH IN DIE ARKTIS GEBEAMT entstammt den Performances Milo, ich hab mich in die Sahara gebeamt und Beaming Sahara.

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG 13.09.2019

AUSSTELLUNGSZEITRAUM

Die Installation ist Teil der Ausstellung NICHT BEWEGEN. KÖNNTE ETWAS RUTSCHIG SEIN und ist während allen Veranstaltungen der Spielzeit Fluss im Literaturhaus St. Jakobi zu besichtigen | September 2019 - Sommer 2020

KURATION DER AUSSTELLUNG Maren Pfeiffer

IN KOOPERATION MIT

IM RAHMEN DER AKTUELLEN SPIELZEIT VON

© 2020 by edgarundallan

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